P o t s d a m   C a m p u s   a m   S t e r n

eingeladener Realisierungswettbewerb

2. Preis (Wettbewerb ohne 1. Preis)   05/06

Ulrike Böhm, Cyrus Zahiri, Katja Benfer, Anna Jan,
Ralf Ebermann, Tim Wildner, Conrad Panzner, Irene Winterstein

Ausgangs
-punkte

 



Der Campus am Stern bündelt öffentliche Aktivitäten wie Kultur, Bildung und Sport. Er ist von Quartieren umgeben, die sich voneinander durch die Bebauungstypologie, die Maßstäblichkeit und den Umgang mit öffentlichen Räumen deutlich unterscheiden. Die Campusfläche selbst ist bereits durch eine Vielzahl von Teilflächen für sportliche, öffentliche und schulische Nutzungen belegt. Drei Aspekte sind wichtig, um den Campus als Ort des öffentlichen Lebens im Stadtgefüge hervorheben:

- eine stärkere Verknüpfung zwischen Campusgelände und Umgebung,
- eine Vereinfachung der Orientierung innerhalb der vielfältig besetzten Campusflächen,
- sowie die Integration und Weiterentwicklung der bestehenden Topografie und der Freiraumelemente.
 
räumliches
Gerüst


Wie beschrieben, sind die Campusflächen bereits stark durch Einzelnutzungen belegt und weisen deshalb ein gewisses Maß an räumlicher Heterogenität auf. Diese Vielfalt an unterschiedlichen Aktivitäten soll erhalten bleiben. Ein neu eingefügtes, räumliches Gerüst fasst sie zu großzügigen und überschaubaren Einheiten zusammen.

Das räumliche Gerüst besteht aus vier parallel verlaufenden Freiraumbändern von unterschiedlicher Breite: einem Schulplateau, einem Aktivitätsband sowie zwei Sportbändern. Ihre Lage bezieht sich auf die bestehende Topografie, die angrenzenden Quartiere und die bestehenden Teilflächen. Die Bänder verbinden die Wege aus den Quartieren über das Campusgelände miteinander.

Jedes Freiraumband wird durch einen Weg und eine unregelmäßige Baumreihe begleitet. Es fasst nebeneinander liegende Aktivitätsflächen und Wegequerungen zusammen. Innerhalb des so etablierten Gerüstes lassen sich künftig einzelne Funktionen ergänzen und austauschen, ohne dass der übergeordnete räumliche Zusammenhang verloren geht.

Die vorhandenen Höhenunterschiede sowie die bestehenden Freiraumelemente wie Gehölze, Schul -und Sportflächen bleiben erhalten und werden in die Bänder einbezogen. Die meisten der derzeit versiegelten Flächen werden abgebrochen und durch Rasen- und Wiesenflächen ersetzt. Neue befestigte Flächen entstehen punktuell an wichtigen Eingangsplätzen und an den Wegequerungen in ost-westlicher Richtung.
 
Eingangsplatz


Durch die Verlegung der Haupteingänge der Schule wird die Ausbildung eines gemeinsamen Eingangsplatzes möglich, zu dem sich die Schulgebäude hin orientieren. Dieser Platz verknüpft die Galileistraße mit dem Campusgelände und dient als großzügiger Eingang zu den Campusfreiflächen. Zum Campusgelände wird die Platzfläche durch eine leicht herausgehobene, befestigte Fläche abgeschlossen. Sie bietet einen besonderen Ausblick über den Campus. Bühne und Platzfläche lassen sich für Aufführungen nutzen.
Mehrzweck
-gebäude


Das Mehrzweckgebäude nimmt die vorgegebenen Platzfluchten des Eingangsplatzes auf und bildet den südlichen Platzabschluss. Wie die Schulgebäude soll es auch vom Eingangsplatz aus betreten werden. Die nördliche Platzseite wird durch eine großzügige Loggia gefasst, die die Aufgaben der provisorischen "Bühne" aus der Zwischennutzung übernimmt.

Auf der Höhe des Haupteingangs und des Mehrzweckgebäudes sind die straßenbegleitenden Baumreihen unterbrochen, so dass das Gebäude und der Eingang des Campus von der Galileistraße aus gut sichtbar sind. Zusätzlich ragt das Gebäude leicht über die Giebelseiten der Schulen hinaus. Der große Saal öffnet sich zur Galileistraße und lässt Einblicke in das Gebäude zu.
bbzl
boehm benfer zahiri
architektur städtebau landschaft

www.bbzl.de
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