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a n d e s g a r t e n s c h a u V i l l i n g e n S c h w e n n i n g
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| Konzept |
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![]() Der Grünzug zwischen Schwenninger Innenstadt und Schwenninger Moos erlaubt eine Freiraumverbindung zwischen Innenstadt und Landschaft. Der Neckarverlauf wertet diese Verbindung in besonderer Weise auf. Der naturnah wiederherzustellende Flussraum steht als Landschaftselement mit besonderer Atmosphäre im Kontrast zur Gartenschau als Initiator einer städtebaulichen Konsolidierung. Neckargrünzug und Gartenschau sind Freiflächen mit unterschiedlichen Eigenschaften und Stimmungen. Das vorliegende Konzept schlägt einen behutsamen Umgang mit dem naturnahen Flussraum vor. Der Neckarverlauf wird innerhalb der vorgeschlagenen Trasse beibehalten und in eine extensive Wiesenfläche eingebettet. Dazu werden die intensiv zu nutzenden Gartenschaubereiche in den Randbereichen am Bahndamm und entlang der Neckarstraße zusammengefasst. Als zusammenhängende grüne Plateaus begleiten und akzentuieren sie den Neckar-Grünzug. Ihre Gliederung nimmt bestehende Wege- und Sichtbeziehungen auf. Im Wechsel zwischen intensiv genutzten Ausstellungs- und Aufenthaltsbereichen auf den Gartenplateaus und ruhigen, naturnahen Rückzugsbereichen entlang des Neckars lässt sich der Grünzug als abwechslungsreicher Grünraum erleben. Neckar-Grünzug und Gartenplateaus besitzen dazu jeweils charakteristische Raumfolgen und Erschließungsformen. Die Plateaus sind gegenüber der Wiesenfläche leicht angehoben, um ihre räumliche Beziehung zu unterstreichen. Am Übergang zwischen Flussraum und Plateaus ist jeweils eine Promenade vorgesehen. In Abschnitte unterteilt, schmiegt sie sich an den Verlauf des Grünzugs an. Entlang der Promenaden und an den durch die Verschwenkungen entstehenden Plätzen ergeben sich besondere Ausblicke zum Flussraum. |
| Flussraum Neckar- Grünzug |
![]() Der Neckar-Grünzug bildet das atmosphärische Gegenüber zu den Gartenplateaus. Die Fläche wird neben dem Flussverlauf und den Böschungen zum Neckartal durch Baumgruppen gegliedert, die sich zum Neckar hin verdichten. Entlang des Neckarwanderwegs lässt sich der Grünzug als abwechslungsreiche Raumfolge erleben. Um die räumliche Eigenart des Neckar-Grünzugs zu schützen sind naturnahe Gartenschaubereiche nur punktuell entlang des Wanderwegs eingefügt. Ihre Lage ist jeweils mit besonderen Aufenthaltsqualitäten verknüpft. |
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| Garten- plateaus |
![]() ![]() Die Gartenplateaus vermitteln zwischen den angrenzenden Quartieren und dem Neckar-Grünzug. Sie nehmen intensive Nutzungen auf und erlauben es, den Neckar-Grünzug als großzügigen, landschaftlich geprägten Raum vor einer Zergliederung und zu starken Funktionalisierung zu schützen. Das Gartenplateau entlang des Bahndamms nimmt das räumliche Gerüst des zukünftigen Stadtquartiers vorweg. Nach Ende der Gartenschau geben die Gärten ihre Flächen sukzessive an die folgende Bebauung ab. Die Erschließung und die zur Gartenschau gepflanzten Bäume bleiben bestehen und bilden den Rahmen für die spätere Bebauung. |
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| Bürgerpark Möglingshöhe |
![]() Der Bürgerpark Möglingshöhe gliedert sich in eine große extensive Parkwiese östlich der Kastanienallee und einen naturnahen Bereich um den renaturierten Neckar. Der großzügige Wiesenraum wird durch das Gartenplateau entlang der Neckarstraße gefasst und begleitet. Der Festplatz bleibt erhalten, der waldartige Baumbestand wird leicht ausgelichtet. Die naturnahen Flächen lassen sich entlang schmaler Pfade erkunden. Die vorhandenen Einzelbäume und Baumgruppen gliedern die höherwachsenden Gräser- und Staudenfluren. Die naturnahen Flächen ziehen sich entlang des Moosbaches Richtung Bauchenberger Weiher weiter. |
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| Bauchenberg / Schwenninger Moos |
Als
charakteristischer Ausschnitt der Baar bildet das Schwenninger Moos den
Übergang des Grünzugs in die Landschaft. Es ergänzt mit seiner
landschaftlichen Dimension die abwechslungsreichen Räume des Neckar-Grünzugs.
Das Landschaftschutzgebiet wird durch die Maßnahmen der Gartenschau
nicht beeinträchtigt, es wird lediglich durch schmale Wege in die Erschließung
der Gartenschau eingebunden und so besser erlebbar. Das Schwenninger Moos,
wie auch der Reiterhof, bleiben durch eine neue Verbindung östlich
der Sportanlage während der gesamten Gartenschau öffentlich zugänglich. |
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| Erschließung |
![]() Grünzug und Plateaus besitzen jeweils charakteristische Erschließungsformen. Promenaden und der jeweils gegenüberliegende Neckarwanderweg sind über Pfade verknüpft. Am Ende der Plateaus verbinden Stege die Promenade mit dem Neckarwanderweg und mit den Eingangsbereichen zur Gartenschau. In dieses Erschließungsnetz ist auch die Kastanienallee eingebunden. Die vielfältigen Verknüpfungen zwischen den beiden Erschließungsformen erlauben ein abwechslungsreiches Umrunden und Queren der gesamten Gartenschau. Gleichzeitig unterstützen sie die räumliche Verortung und die Orientierung der Besucher innerhalb der Anlage. Vorder- und rückseitig sind die Gartenplateaus jeweils durch einen Weg begleitet. Der rückseitige Weg entlang der Bahndamms unterquert die Salinenstraße. Die Gartenschau lässt sich über drei Eingangsbereiche betreten: von Nord-Osten über die Bahnhofs-Unterführung, im Süd-Westen vom neu angelegten Haltepunkt der Bahn aus und südöstlich über den Parkplatz an der Dürrheimerstraße. Der nordöstliche Eingang verknüpft das Stadtzentrum mit dem Grünzug. Der Eingang zur Gartenschau liegt direkt hinter der Bahnhofs-Unterführung und führt über eine Treppen-/ Rampenanlage auf die Ebene des Grünzugs. Die Treppenanlage bindet das denkmalgeschützte Stellwerk ein. Die Verbindung Innenstadt-Bahnhof-Neckarstadtteil ist nicht Teil der Gartenschau und bleibt öffentlich nutzbar. Im Zusammenhang mit der Bahnhofs-Unterführung bildet dieser Bereich das Verbindungsstück zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Lamm-Straße (Waldfriedhof). |
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| Städte -bauliches Konzept |
![]() ![]() ![]() Wesentliche Prämissen für die städtebauliche Neuordnung des ehemaligen Bahnareals sind die räumliche Fassung des Neckar-Grünzugs, der Aufbau von räumlichen und visuellen Beziehungen zwischen den umgebenden Stadtteilen und dem Grünzug sowie die Ausbildung und Ergänzung eines Gefüges aus erkennbaren öffentlichen Räumen. Die durch die Baufelder definierten Raumkanten begleiten den Neckar-Grünzug und stellen seine Anbindung zur Innenstadt sicher. Die Gliederung der Quartiere berücksichtigt die bestehenden Verbindungen aus den umgebenden Stadtteilen und verknüpft sie mit dem Grünzug. Baufelder und gewählte Typologien unterscheiden deutlich zwischen öffentlichen und privaten Freiflächen. Um künftige Anforderungen an Bebauung, Dichte und Nutzungsformen zu berücksichtigen, soll die vorgeschlagene Struktur flexibel und anpassbar bleiben, ohne dabei an räumlicher Qualität einzubüßen. Dazu wird die städtebauliche Struktur zunächst durch ein Gefüge aus öffentlichen Räumen und Baufeldern definiert. Die Baufelder selbst lassen sich auch mit anderen Typologien und Dichten belegen, ohne dass dabei das zugrundegelegte räumliche Gerüst verloren geht. Die Kanten der Baufelder sind dazu als wahrnehmbare Grenze auszubilden, zu einem festgesetzten Anteil baulich und im übrigen durch landschaftsarchitektonische Elemente. |
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| Quartier entlang des Bahndamms |
![]() Das Quartier entsteht in Weiterentwicklung des Gartenplateaus entlang des Bahndamms. Das der Gartenschau zugrunde gelegte räumliche Gerüst aus Wegen, Bäumen und Feldern erlaubt eine Transformation in Baufelder, Plätze und Straßen. Wird das neue Quartier in Bauabschnitten errichtet, steigern noch bestehende Gärten die Wohnqualität. Ist die Siedlung fertiggestellt, werten die gut eingewachsenen Bäume die Stadträume des neuen Quartiers auf. Das Quartier ist durch Plätze in drei Nachbarschaften aufgeteilt, die gegeneinander versetzt angeordnet sind. Die Erschließung des Quartiers folgt den Versetzungen und bindet an die Möglingsstraße an. Für die beiden süd-westlich gelegenen Nachbarschaften des Quartiers wird eine Struktur aus verdichteten Geschosswohnungsbauten in wechselnder Ausrichtung vorgeschlagen, die sich zum Grünzug hin öffnet. Die privaten Freiflächen werden durch die, für die Umgebung typischen, Nebengebäude zum Grünzug hin abgegrenzt. Im Erdgeschossbereich lassen sich stellenweise kleinteilige Dienstleistungsnutzungen (Nahversorgung, Praxen, etc.) ergänzen. Der Kopfbereich des Quartiers in räumlicher Nähe zum Bahnhof nimmt als solitäre Sondernutzung den Hochschulstandort auf. Die exponierte Situation des Baufeldes und die räumliche Nähe zum Grünzug berücksichtigen die besondere Bedeutung und Ausstrahlungskraft der Nutzung. Ergänzende Hochschulstandorte sind in den Baufeldern entlang der Erzbergerstraße möglich. |
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| Quartier Erzberger -strasse |
Entlang
der Erzbergerstraße wird der Bahndamm durch ein langgestrecktes Bebauungsband
bis zur Kreuzung Alte Herdstraße/Erzbergerstraße begleitet. Über
die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes wird das Bahnhofsgebäude in
das Band eingefügt. Von einer Öffnung des Grünzugs im Kreuzungsbereich
wird abgesehen, da durch den Verlauf des Bahndamms keine Wegebeziehung
zum Grünzug möglich ist. Das Bebauungsband wird unter Berücksichtigung der Blockstruktur des angrenzenden Stadtteiles in Baufelder aufgeteilt. Die Baufelder nehmen ergänzend Hochschulbauten, Dienstleistungsnutzungen und Stellplatzflächen für den ruhenden Verkehr auf. |
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| Quartier Jäckle-Areal |
Die
Neuordnung des Jäckle-Areals öffnet den Neckar-Grünzug zur
Stadt hin und erhöht die Durchlässigkeit des Quartiers zum Neckar-Stadtteil.
Der historische Jäckle-Flügel bleibt erhalten und wird ergänzt
durch zwei parzellierte Baublöcke. Die bestehende gewerbliche Bebauung
kann nach Bedarf schrittweise ausgetauscht werden. Der Neckar-Grünzug wird durch einen Fußweg begleitet, der das Quartier umfasst und an der Kreuzung Neckarstraße/Wannenstraße in einen befestigten Platzbereich einmündet. Der Platz bindet den Grünzug in das bestehende städtische Gefüge ein. |
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bbzl |
boehm
benfer zahiri architektur städtebau landschaft www.bbzl.de |
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Abbildungen
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